Anonymität
Im EIPW gibt es keine anonyme Registrierung. Damit wird verhindert, das sich jemand mehrmals anmeldet und damit die Ergebnisse verfälscht.
Weiterhin lehrt die Erfahrung, dass die Qualität eingestellter Beiträge sehr zu wünschen lässt, wenn sie unter einem Pseudonym oder anonym eingestellt wurde.
ABER: im EIPW bleibt der Nutzer so lange anonym, wie er es möchte:
- Ein veröffentlichtes Profil ist NICHT Voraussetzung, um im EIPW mitzumachen
- Welche Information in seinem Profil preisgeben werden bestimmt der Nutzer
- Alle Votings sind anonym
Der Klarname (und nur der) wird preisgegeben wenn:
- ein Dokument verfasst und veröffentlicht
- einen Kommentar einstellt
- einen Antrag stellt
- Mitglied einer Plattform wird (das könnte man freistellen)
Drüber diskutieren könnte man, ob für gewisse sensible Bereiche ein anonymisierter Bereich eingerichtet wird.
Aufnahme und Ausschluss
Aufgenommen wird jeder, der sich zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung gemäß unseres Grundgesetzes bekennt. Mitgliedschaft in einer anderen Partei ist explizit KEIN Ausschlusskriterium.
Ich will eine Plattform errichten, auf der alle demokratischen Kräfte sich treffen und miteinander kommunizieren (siehe auch „Überwindung der Fragmentierung des bürgerlichen Lagers“ AeD2.0). Themen- und Ideologieparteien haben wir schon genug.
Ausgeschlossen wir jeder, der sich nicht an die Inhalts- oder Nutzungsrichtlinien hält (die auch einen Verhaltenskodex beinhalten, wie z.B. „Behauptungen unwahrer Tatsachen, ehrabschneidende Äußerungen (Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung), diskriminierende Äußerungen“ etc.).
Bei Widerspruch gegen den Ausschluss muss ein Ausschuss die Sache klären.
Montag, 30. Juli 2012
Internettools für politische Arbeit
Für die politische Arbeit gibt es m.E. im Internet vier verschiedene Informationsträger, die alle ihre eigenen Nutzen und Daseinsberichtigungen haben:
- Wikis (alle können an einem Dokument arbeiten): gut für die Aufbereitung allgemein unumstrittener Informationen und Positionen (siehe auch "Mein Standpunkt zu Wikis")
- Blogs, Homepages (unter der Kontrolle eines Autors): gut für die journalistische Präsentation, die zunächst keinen Anspruch darauf haben allgemeine Anerkennung zu finden und auch keinen weiterführenden Dialog.
- Billboards (z.B. Facebook-Pinnwand), Mailinglisten (Kommunikation Vieler an Viele): gut für den spontanen und unstrukturierten Dialog.
- Standpunkt-Dokument (Dokumente unter der Kontrolle einzelner Autoren oder Gruppen, aber auf gemeinsamer Plattform, mit Voting, a la EIPW): gut für die Präsentation von Positionen, die allgemeine Anerkennung suchen. Dient der Werbung um Anhängerschaft und der Etablierung eines gemeinsamen Standpunkts.
Der Zusammenhang untereinander:
- Blogs können den Initialzünder für eine Diskussion liefern, die in Billboards u.ä. stattfindet. Daraus entstehende Positionen werden in Standpunkt-Dokument festgehalten und in Billboards weiterdiskutiert. Der Inhalt von Standpunkt-Dokument kann, nachdem sie allgemeine Anerkennung gefunden haben, in Wiki festgehalten werden.
- Wikis können die Grundlage für Inhalte in Billboards sein oder der Untermauerung von Postionen in Standpunkt-Dokumenten dienen.
- Blogs können die Inhalte von Standpunkt-Dokumenten aufgreifen und kommentieren.
- usw.
Mein Standpunkt zu Wikis
Ein Wiki ist ein geeignetes Werkzeug um, in Zusammenarbeit mit Anderen, Informationen aufzuarbeiten, die objektiv bewertet werden können. Auf Grund der Objektivität des Themas ist eine fruchtbare Diskussion um die Darstellung möglich.
Politischen Inhalten fehlt aber oftmals die Objektivität, der Mangel an Objektivität wird durch Meinungen und Überzeugungen ersetz. Bsp. „Das bessere Markregulierungskonzept: Kapitalismus (nach „Chicago Boys“) oder Kommunismus (nach Marx)?“ ist ein Konflikt der niemals befriedigend gelöst werden kann, da ein von allen Zweifeln der subjektiven Bewertung erhabener Beweis nicht geführt werden kann.
Der Mangel an ermittelbarer Objektivität führt dazu, dass kein herleitbarer Konsens gefunden werden kann. Wo sich die Fronten verhärten oder wo eine Entscheidung zu fällen ist, kann der Konflikt, für alle zufriedenstellend, nur per Mehrheitsvotum gelöst werden.
Deswegen sind Wikis für den politischen Diskurs eher ungeeignet und deswegen muss es den Autoren selbst überlassen sein, zu entscheiden wer an der Gestaltung der Dokumente mitwirken kann und in welchem Maße.
Um aber wieder in den demokratischen Prozess einmünden zu können wird diese autokratische Aktion per Abstimmung in ein demokratisches Ergebnis umgemünzt (oder abgewiesen und ggf. in die Diskussionsschleife zurückgeschickt).
Diesen Prozess unterstützt das EIPW.
Politischen Inhalten fehlt aber oftmals die Objektivität, der Mangel an Objektivität wird durch Meinungen und Überzeugungen ersetz. Bsp. „Das bessere Markregulierungskonzept: Kapitalismus (nach „Chicago Boys“) oder Kommunismus (nach Marx)?“ ist ein Konflikt der niemals befriedigend gelöst werden kann, da ein von allen Zweifeln der subjektiven Bewertung erhabener Beweis nicht geführt werden kann.
Der Mangel an ermittelbarer Objektivität führt dazu, dass kein herleitbarer Konsens gefunden werden kann. Wo sich die Fronten verhärten oder wo eine Entscheidung zu fällen ist, kann der Konflikt, für alle zufriedenstellend, nur per Mehrheitsvotum gelöst werden.
Deswegen sind Wikis für den politischen Diskurs eher ungeeignet und deswegen muss es den Autoren selbst überlassen sein, zu entscheiden wer an der Gestaltung der Dokumente mitwirken kann und in welchem Maße.
Um aber wieder in den demokratischen Prozess einmünden zu können wird diese autokratische Aktion per Abstimmung in ein demokratisches Ergebnis umgemünzt (oder abgewiesen und ggf. in die Diskussionsschleife zurückgeschickt).
Diesen Prozess unterstützt das EIPW.
Sonntag, 26. Februar 2012
Warum es bei ACTA nicht mehr nur um die Rechte der Verwertungsgesellschaften geht
Die Geschichte der Schallplatte begann mit der Erfindung Thomas Alva Edison's Phonografen. Aber erst 50 Jahre später, mit der Entwicklung des modernen Schallplattenspielers und der Juke-Box konnte daraus die Goldgrube werden, zu der sich die Musikindustrie ab den 1950ern bis hinein in die 1990er entwickelte.
Es war (die Vergangenheitsform ist hier bewusst gewählt) eine Goldgrube so gewaltigen Ausmaßes, wie sie die Menschheit zuvor noch nie gesehen hatten. Aus jungen, ambitionierten Künstlern konnten über Nacht Multimillionäre werden. Wozu Rockefeller eine Generation zuvor Jahrzehnte gebraucht hatte, wurde in nur wenigen Wochen erwirtschaftet. Das Einkommen der Künstler aber bildete nur die Spitze des Eisberges an Geld, das da verdient wurde. Bis zu einem zehnfachen (und mehr) dessen, was die Künstler verdienten, wanderte in die Taschen der Manager, Plattenfirmen und Verwertungsgesellschaften.
Wären diese Reichtümer auf unehrenhafte oder moralisch bedenkliche Art und Weise zustande gekommen, wäre wohl ein Aufschrei der Entrüstung durch das Volk gegangen. Das Wunderbare an diesem Geschäftsmodell aber war: niemand wurde ausgebeutet*, es betraf keinen Zweig der Wirtschaft, der irgendwie essentiell wäre. Es war schierer Luxus, dessen Fehlen niemanden ernsthaft gefährdet hätte, für kleines Geld. Deswegen machte niemand sorgen um dieses Geschehen, man überließ den Beteiligten ihren Reichtum ohne das Bedürfnis dies irgendwie zu regulieren oder zu begrenzen.
Der Payola-Skandal in den 50ern, bei dem in die Entwicklung der Chart-Positionen von Schallplatten zum Zwecke der Vermehrung des eigenen Profits eingegriffen wurde, aber zeigte erstmals, dass die Musikindustrie durchaus in die Belange und Bedürfnisse der Gesellschaft hinein wirkt.
Man hätte die Auseinandersetzung der Kontrahenten leicht als Kampf von Industriellen untereinander ansehen können, dass bei der Allgemeinheit nicht auf großes Interesse stößt. Das der Skandal aber dennoch von der Öffentlichkeit mit Empörung wahrgenommen wurde lag daran, dass ein Allgemeingut betraf, das allen am Herzen lag: die Kultur. Musik ist nicht einfach ein leicht verdauliches Konsumgut. Musik ist ein zentraler Bestandteil dessen, was wir Kultur nennen, Musik ist etwas, was die gefühlte Lebensqualität beeinflusst. So mancher würde den Verlust von Musik der Stufe des Verlustes einer wohnlichen Heimstatt gleichstellen.
Das Ganze hätte für immer so weiter gehen können, doch der Frieden wurde durch die Weiterentwicklung der Technik gestört. Schon die Erfindung des Tonbands und der Compact-Cassette wurde von der Musikindustrie als Bedrohung gesehen. Die Bedrohung hielt sich aber in Grenzen, da mit jeder Kopie ein Verlust der Qualität einherging und die Verbreitung durch das Weiterreichen von Person zu Person stark gehemmt war. Mit dem Aufkommen der Aufzeichnung von Musikstücken als digitale Dateien und der damit einhergehenden Möglichkeit verlustfrei Kopien zu erstellen sowie den Möglichkeiten, die das Internet zur Verbreitung solcher Daten bereitstellt ist der Verlust der ehemaligen Goldgruben zu einer realen Bedrohung für die Plattenfirmen und die Verwertungsgesellschaften geworden.
Mit dem Verweis auf die bestehenden Urheberrechte verlangt nun die Industrie von der Politik Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Einnahmequellen zu schützen. Diese Forderungen fußen allerdings auf drei fundamentalen Fehleinschätzungen:
1.: Sie sehen sich moralisch im Recht.
Die Verwertungsgesellschaften sehen das ihnen bisher eingeräumte Recht zur Ausbeutung ihres Marktes als ewig und unwiderruflich. Das die Gesellschaft ihnen aber diese Goldgrube überlassen hat, bedeutet nicht, das sie in der Pflicht steht die Goldgrube auch zu verteidigen oder nicht das Recht hat sie ihnen zu entziehen. Zur Erinnerung: diejenigen, die die Goldgrube erst ermöglicht haben (die Künstler und Erfinder) waren nur mit einem Bruchteil an den Gewinnen beteiligt. In Fällen wie bei Edison gingen sie gänzlich leer aus.
2.: Sie sehen sich nicht im Konflikt mit den Rechten und Bedürfnissen der Allgemeinheit.
Bisher gab es nur wenig Konflikte, dort wo sich die Unterhaltungsindustrie mit der restlichen Gesellschaftlichen Handeln überschneidet. Die moderne Computertechnik hat die bisher bestehenden Schranken zwischen Unterhaltung und Information und kommerziellen Inhalten und gemeinfreien Leistungen von Amateuren durchbrochen und dadurch treffen erstmalig die Ansprüche der Industrie auf die Grundbedürfnisse und Grundrechte der Bürger.
„Free Justin Bieber“ ist ein schönes Beispiel wie die Möglichkeiten der neuen Medien und die Auslegung der Rechte nach der Interpretation der Verwerter zu neuen Konflikten führt.
3.: Sie berufen sich auf das Urheberrecht
Zum Einen sehen im Urheberrecht ein unumstößliches, immerwährendes Recht, das keiner Wandlung unterliegt. Die neueste Entwicklungen nicht nur der Technologie, sondern auch des damit einhergehenden, gesellschaftlichen Wandel zeigen: das Urheberrecht muss angepasst werden, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden.
Zum Anderen zielt das Urheberrecht darauf die Rechte der Urheber zu wahren. Diejenigen, die sich in der ACTA auf diese Rechte berufen sind aber nicht der Urheber, es sind die Verwerter.
Meine Votum lautet: die Rechte und Bedürfnisse der Verwertungsgesellschaften wiegen leichter als die Bedürfnisse der Gesellschaft auf freien Meinungs- und Informationsaustausch und freie Gestaltung ihrer Kultur.
Die Produzenten müssen sich selbst um die Rahmenbedingungen kümmern, mit deren Hilfe sie ihre Aufwände kompensieren. Es ist aber nicht Aufgabe der Gesellschaft dies unter dreingabe anderer Rechte und Werte zu gewährleisten. Schlimmstenfalls muss eben auf die Produktion verzichtet werden (was bei vielen Produkten Hollywoods nicht wirklich ein Verlust für die Gesellschaft darstellt).
Was die Rechte der Urheber betrifft: dort gibt Handlungsbedarf. Bislang haben wir keine wirklich befriedigende Antwort darauf, wie wir in einer Welt des grenzenlosen, verlustfreien Austauschs dafür sorgen, das die Urheber trotzdem eine angemessene Entlohnung erhalten.
Die ACTA, auf jeden Fall, bietet keine Antwort auf diese Herausforderung.
Die hier vorgelegte Argumentation wurde beispielhaft vor dem Hintergrund der Problemstellung im Zusammenhang mit der Musikindustrie beschrieben. Für die Filmindustrie und ihre Verwerter besteht aber die gleiche Problematik, für sie gelten die gleichen Argumente.
----
*: "Niemand" bezieht sich auf die Betrachtung des Ganzen aus dem Blickwinkel der Volkswirtschaft. Tatsächlich wurden einzelne Künstler sehr wohl ausgebeutet, wie die Beispiele der Fälle Little Richard und Bo Diddley verdeutlichen. (Verification needed)
Es war (die Vergangenheitsform ist hier bewusst gewählt) eine Goldgrube so gewaltigen Ausmaßes, wie sie die Menschheit zuvor noch nie gesehen hatten. Aus jungen, ambitionierten Künstlern konnten über Nacht Multimillionäre werden. Wozu Rockefeller eine Generation zuvor Jahrzehnte gebraucht hatte, wurde in nur wenigen Wochen erwirtschaftet. Das Einkommen der Künstler aber bildete nur die Spitze des Eisberges an Geld, das da verdient wurde. Bis zu einem zehnfachen (und mehr) dessen, was die Künstler verdienten, wanderte in die Taschen der Manager, Plattenfirmen und Verwertungsgesellschaften.
Wären diese Reichtümer auf unehrenhafte oder moralisch bedenkliche Art und Weise zustande gekommen, wäre wohl ein Aufschrei der Entrüstung durch das Volk gegangen. Das Wunderbare an diesem Geschäftsmodell aber war: niemand wurde ausgebeutet*, es betraf keinen Zweig der Wirtschaft, der irgendwie essentiell wäre. Es war schierer Luxus, dessen Fehlen niemanden ernsthaft gefährdet hätte, für kleines Geld. Deswegen machte niemand sorgen um dieses Geschehen, man überließ den Beteiligten ihren Reichtum ohne das Bedürfnis dies irgendwie zu regulieren oder zu begrenzen.
Der Payola-Skandal in den 50ern, bei dem in die Entwicklung der Chart-Positionen von Schallplatten zum Zwecke der Vermehrung des eigenen Profits eingegriffen wurde, aber zeigte erstmals, dass die Musikindustrie durchaus in die Belange und Bedürfnisse der Gesellschaft hinein wirkt.
Man hätte die Auseinandersetzung der Kontrahenten leicht als Kampf von Industriellen untereinander ansehen können, dass bei der Allgemeinheit nicht auf großes Interesse stößt. Das der Skandal aber dennoch von der Öffentlichkeit mit Empörung wahrgenommen wurde lag daran, dass ein Allgemeingut betraf, das allen am Herzen lag: die Kultur. Musik ist nicht einfach ein leicht verdauliches Konsumgut. Musik ist ein zentraler Bestandteil dessen, was wir Kultur nennen, Musik ist etwas, was die gefühlte Lebensqualität beeinflusst. So mancher würde den Verlust von Musik der Stufe des Verlustes einer wohnlichen Heimstatt gleichstellen.
Das Ganze hätte für immer so weiter gehen können, doch der Frieden wurde durch die Weiterentwicklung der Technik gestört. Schon die Erfindung des Tonbands und der Compact-Cassette wurde von der Musikindustrie als Bedrohung gesehen. Die Bedrohung hielt sich aber in Grenzen, da mit jeder Kopie ein Verlust der Qualität einherging und die Verbreitung durch das Weiterreichen von Person zu Person stark gehemmt war. Mit dem Aufkommen der Aufzeichnung von Musikstücken als digitale Dateien und der damit einhergehenden Möglichkeit verlustfrei Kopien zu erstellen sowie den Möglichkeiten, die das Internet zur Verbreitung solcher Daten bereitstellt ist der Verlust der ehemaligen Goldgruben zu einer realen Bedrohung für die Plattenfirmen und die Verwertungsgesellschaften geworden.
Mit dem Verweis auf die bestehenden Urheberrechte verlangt nun die Industrie von der Politik Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Einnahmequellen zu schützen. Diese Forderungen fußen allerdings auf drei fundamentalen Fehleinschätzungen:
1.: Sie sehen sich moralisch im Recht.
Die Verwertungsgesellschaften sehen das ihnen bisher eingeräumte Recht zur Ausbeutung ihres Marktes als ewig und unwiderruflich. Das die Gesellschaft ihnen aber diese Goldgrube überlassen hat, bedeutet nicht, das sie in der Pflicht steht die Goldgrube auch zu verteidigen oder nicht das Recht hat sie ihnen zu entziehen. Zur Erinnerung: diejenigen, die die Goldgrube erst ermöglicht haben (die Künstler und Erfinder) waren nur mit einem Bruchteil an den Gewinnen beteiligt. In Fällen wie bei Edison gingen sie gänzlich leer aus.
2.: Sie sehen sich nicht im Konflikt mit den Rechten und Bedürfnissen der Allgemeinheit.
Bisher gab es nur wenig Konflikte, dort wo sich die Unterhaltungsindustrie mit der restlichen Gesellschaftlichen Handeln überschneidet. Die moderne Computertechnik hat die bisher bestehenden Schranken zwischen Unterhaltung und Information und kommerziellen Inhalten und gemeinfreien Leistungen von Amateuren durchbrochen und dadurch treffen erstmalig die Ansprüche der Industrie auf die Grundbedürfnisse und Grundrechte der Bürger.
„Free Justin Bieber“ ist ein schönes Beispiel wie die Möglichkeiten der neuen Medien und die Auslegung der Rechte nach der Interpretation der Verwerter zu neuen Konflikten führt.
3.: Sie berufen sich auf das Urheberrecht
Zum Einen sehen im Urheberrecht ein unumstößliches, immerwährendes Recht, das keiner Wandlung unterliegt. Die neueste Entwicklungen nicht nur der Technologie, sondern auch des damit einhergehenden, gesellschaftlichen Wandel zeigen: das Urheberrecht muss angepasst werden, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden.
Zum Anderen zielt das Urheberrecht darauf die Rechte der Urheber zu wahren. Diejenigen, die sich in der ACTA auf diese Rechte berufen sind aber nicht der Urheber, es sind die Verwerter.
Meine Votum lautet: die Rechte und Bedürfnisse der Verwertungsgesellschaften wiegen leichter als die Bedürfnisse der Gesellschaft auf freien Meinungs- und Informationsaustausch und freie Gestaltung ihrer Kultur.
Die Produzenten müssen sich selbst um die Rahmenbedingungen kümmern, mit deren Hilfe sie ihre Aufwände kompensieren. Es ist aber nicht Aufgabe der Gesellschaft dies unter dreingabe anderer Rechte und Werte zu gewährleisten. Schlimmstenfalls muss eben auf die Produktion verzichtet werden (was bei vielen Produkten Hollywoods nicht wirklich ein Verlust für die Gesellschaft darstellt).
Was die Rechte der Urheber betrifft: dort gibt Handlungsbedarf. Bislang haben wir keine wirklich befriedigende Antwort darauf, wie wir in einer Welt des grenzenlosen, verlustfreien Austauschs dafür sorgen, das die Urheber trotzdem eine angemessene Entlohnung erhalten.
Die ACTA, auf jeden Fall, bietet keine Antwort auf diese Herausforderung.
Die hier vorgelegte Argumentation wurde beispielhaft vor dem Hintergrund der Problemstellung im Zusammenhang mit der Musikindustrie beschrieben. Für die Filmindustrie und ihre Verwerter besteht aber die gleiche Problematik, für sie gelten die gleichen Argumente.
----
*: "Niemand" bezieht sich auf die Betrachtung des Ganzen aus dem Blickwinkel der Volkswirtschaft. Tatsächlich wurden einzelne Künstler sehr wohl ausgebeutet, wie die Beispiele der Fälle Little Richard und Bo Diddley verdeutlichen. (Verification needed)
Sonntag, 11. Dezember 2011
Von Einem, der Auszog die Welt zu retten 2
Liebes Blog,
las mich Dir erzählen wie alles anfing. Als ich noch jung und naiv war und das noch diffuse Gefühl hatte, dass die gewählten Volksvertretern ihre Entscheidungen nicht wirklich zum Besten des Volkes fällen, wollte ich meiner Bürgerpflicht nachkommen und selbst mitgestalten statt nur zu meckern.
Und schon da hatte ich ein Problem, das 20 Jahre später zum Eckstein meiner Überlegungen werden sollte: ich konnte mich nicht auf Anhieb für eine Partei entscheiden. Für mich gab es in jeder Partei Persönlichkeiten, die ich interessant und Standpunkte, die ich akzeptabel fand und die ich gewählt hätte. Aber ich musste mich ja auf eine Partei festlegen.
Also entschied ich mich für die, die nach Abwägung der Zu- und Abneigung, die ich in mir spürte, mir als die akzeptabelste erschien und diese Wahl fiel ganz schön knapp aus.
Es dauerte nicht lang, bis mir klar wurde, dass meine Möglichkeiten zur Mitgestaltung doch arg begrenzt waren. Was mich bewegte waren bundespolitische Entscheidungen, aber die einzige Gestaltungsmöglichkeiten, die sich mir bot war die Diskussion der Problem des Provinz-Nests, in dem ich meinen Wohnsitz gefunden hatte.
Wollte ich zur großen Politik meine Stimme erklingen lassen, hatte ich eine weite Strecke von Wahlen zum Delegierten zu gewinnen. Und schon auf Provinz-Niveau gab es Seilschaften, mit denen man sich auseinander zu setzen hatte.
Und recht bald merkte ich auch, dass diese meine Partei für meinen Geschmack zu unsozial und zu undemokratisch gestrickt war, obwohl sie doch das S und das D im Namen führte. Und so kam es, dass ich meine erste Exkursion in die Politik recht bald wieder abbrach und aus der Partei wieder austrat.
Meine Enttäuschung war so groß, dass ich nicht mal mehr die Tagesschau schauen wollte. Den innenpolitischen Teil des „Spiegels“, den ich bis dahin jede Woche eifrig studiert hatte, ignorierte ich. So verstrichen mehr als 10 Jahre meines Lebens. ...
las mich Dir erzählen wie alles anfing. Als ich noch jung und naiv war und das noch diffuse Gefühl hatte, dass die gewählten Volksvertretern ihre Entscheidungen nicht wirklich zum Besten des Volkes fällen, wollte ich meiner Bürgerpflicht nachkommen und selbst mitgestalten statt nur zu meckern.
Und schon da hatte ich ein Problem, das 20 Jahre später zum Eckstein meiner Überlegungen werden sollte: ich konnte mich nicht auf Anhieb für eine Partei entscheiden. Für mich gab es in jeder Partei Persönlichkeiten, die ich interessant und Standpunkte, die ich akzeptabel fand und die ich gewählt hätte. Aber ich musste mich ja auf eine Partei festlegen.
Also entschied ich mich für die, die nach Abwägung der Zu- und Abneigung, die ich in mir spürte, mir als die akzeptabelste erschien und diese Wahl fiel ganz schön knapp aus.
Es dauerte nicht lang, bis mir klar wurde, dass meine Möglichkeiten zur Mitgestaltung doch arg begrenzt waren. Was mich bewegte waren bundespolitische Entscheidungen, aber die einzige Gestaltungsmöglichkeiten, die sich mir bot war die Diskussion der Problem des Provinz-Nests, in dem ich meinen Wohnsitz gefunden hatte.
Wollte ich zur großen Politik meine Stimme erklingen lassen, hatte ich eine weite Strecke von Wahlen zum Delegierten zu gewinnen. Und schon auf Provinz-Niveau gab es Seilschaften, mit denen man sich auseinander zu setzen hatte.
Und recht bald merkte ich auch, dass diese meine Partei für meinen Geschmack zu unsozial und zu undemokratisch gestrickt war, obwohl sie doch das S und das D im Namen führte. Und so kam es, dass ich meine erste Exkursion in die Politik recht bald wieder abbrach und aus der Partei wieder austrat.
Meine Enttäuschung war so groß, dass ich nicht mal mehr die Tagesschau schauen wollte. Den innenpolitischen Teil des „Spiegels“, den ich bis dahin jede Woche eifrig studiert hatte, ignorierte ich. So verstrichen mehr als 10 Jahre meines Lebens. ...
Freitag, 9. Dezember 2011
Meine Probleme mit der Piratenpartei
Politik zu machen ist anstrengend und wer sich in einer politischen Partei engagiert, leistet einen Dienst an der Gemeinschaft unter Erbringung persönlicher Opfer in Form von Zeit und Energie.
Bei der Piratenpartei ist, Stand heute, erkennbar, dass sie sich um die Verbesserung der Rahmenbedingungen unserer Gemeinschaft bemüht und deshalb mag ich auch gar nicht wüst über sie herziehen. In einigen Punkten vertreten sie auch Standpunkte, mit denen ich sympathisiere, leider gibt es aber ein paar Punkte, die mich an der Partei und ihren Instrumenten stören.
1. Der Name
„Piratenpartei“ ist ein wunderschön provokativer Name und fast jeder kleine Junge hat schon mal davon geträumt als Freibeuter sich auf das Deck eines Schiffs zu schwingen um in heroischer Schlacht unfassbare Reichtümer aus den Händen böser Menschen zu reißen und nebenbei schöne Jungfrauen aus den Händen ihrer Entführer zu retten.
Nur: in der realen Welt sind Piraten Räuber und Mörder, also ganz und gar keine Menschen, die danach streben einen positiven Beitrag für unsere Gemeinschaft zu leisten.
Allein der Name wird viele Bürger davon abhalten sie zu wählen. Und damit tragen sie, solange sie ihren Namen nicht ändern, zur Fragmentierung des bürgerlichen Lagers bei.
2. Die „Piraten“ sind eine Partei
Wie schon in meinem Blog "Warum es Parteien gibt und warum wir sie nicht mehr brauchen" halte ich Parteien für ein Konzept, das aus der Not der unzureichenden Kommunikationsmitteln des 18. Jh. geboren wurde und nie wirklich funktioniert hat. Die Organisation, die uns in eine bessere Zukunft führt, muss daher m.E. eine andere Organisationsform als die einer klassischen Partei
3. AdHocracy, Liquid Democracy, das PiratenPad etc.
Mangel Nr. 1: die ganzen Online-Tools sind kaum mehr als alter, analoger Wein in neuen, digitalen Schläuchen. Das macht die Sache zwar schneller, aber nicht unbedingt besser. Und wie schon erwähnt, halte ich das herkömmliche Parteiensystem und dessen Werkzeuge für das zentrale Problem.
Mangel Nr.2: Die Tools sind typische Nerd-Anwendungen. Dem Normalbürger erschließt sich nicht, welche Möglichkeiten zur Teilnahme er hat und wie er sie nutzen kann. Für eine echte, demokratische Lösung muss es Ziel sein, dass selbst meine Oma eine Chance hat die Werkzeuge zu verstehen und zu nutzen.
Mangel Nr.3: Dem Ganzen fehlt ein übergeordnetes Konzept. Als Einzelmaßnahmen sind sie nur Flickschusterei, die nicht wirklich weiter führen. Und für meine Oma ist das Ganze schlicht zu komplex und zu unübersichtlich.
Mangel Nr.4: Speziell das AdHocracy ist nichts anderes als die elektronische Umsetzung des Delegierten-Prinzips. Das Prinzip der politischen Delegation aber ist, wie das Konzept der Parteien, m.E. ein untaugliches Konzept, egal wie es umgesetzt wird.
4. Fragmentierung des bürgerlichen Lagers
Wie jede Partei ist auch die Piratenpartei bestrebt sich als Wahlalternative zu profilieren und möglichst viele Stimmen zu gewinnen. Und solange sie in den Parlamenten und Landtagen nicht die Notwendige Mehrheit findet (was höchst unwahrscheinlich ist, siehe auch "Warum es Parteien gibt und warum wir sie nicht mehr brauchen") wird sie darauf angewiesen sein, aus der Opposition heraus zu agieren.
Damit trägt sie aber lediglich zur Fragmentierung des Bürgerlichen Lagers bei, den wiederum andere Kräfte (Lobbies, Seilschaften) nutzen, um am demokratischen Prozess vorbei ihre Interessen durchzusetzen.
Bei der Piratenpartei ist, Stand heute, erkennbar, dass sie sich um die Verbesserung der Rahmenbedingungen unserer Gemeinschaft bemüht und deshalb mag ich auch gar nicht wüst über sie herziehen. In einigen Punkten vertreten sie auch Standpunkte, mit denen ich sympathisiere, leider gibt es aber ein paar Punkte, die mich an der Partei und ihren Instrumenten stören.
1. Der Name
„Piratenpartei“ ist ein wunderschön provokativer Name und fast jeder kleine Junge hat schon mal davon geträumt als Freibeuter sich auf das Deck eines Schiffs zu schwingen um in heroischer Schlacht unfassbare Reichtümer aus den Händen böser Menschen zu reißen und nebenbei schöne Jungfrauen aus den Händen ihrer Entführer zu retten.
Nur: in der realen Welt sind Piraten Räuber und Mörder, also ganz und gar keine Menschen, die danach streben einen positiven Beitrag für unsere Gemeinschaft zu leisten.
Allein der Name wird viele Bürger davon abhalten sie zu wählen. Und damit tragen sie, solange sie ihren Namen nicht ändern, zur Fragmentierung des bürgerlichen Lagers bei.
2. Die „Piraten“ sind eine Partei
Wie schon in meinem Blog "Warum es Parteien gibt und warum wir sie nicht mehr brauchen" halte ich Parteien für ein Konzept, das aus der Not der unzureichenden Kommunikationsmitteln des 18. Jh. geboren wurde und nie wirklich funktioniert hat. Die Organisation, die uns in eine bessere Zukunft führt, muss daher m.E. eine andere Organisationsform als die einer klassischen Partei
3. AdHocracy, Liquid Democracy, das PiratenPad etc.
Mangel Nr. 1: die ganzen Online-Tools sind kaum mehr als alter, analoger Wein in neuen, digitalen Schläuchen. Das macht die Sache zwar schneller, aber nicht unbedingt besser. Und wie schon erwähnt, halte ich das herkömmliche Parteiensystem und dessen Werkzeuge für das zentrale Problem.
Mangel Nr.2: Die Tools sind typische Nerd-Anwendungen. Dem Normalbürger erschließt sich nicht, welche Möglichkeiten zur Teilnahme er hat und wie er sie nutzen kann. Für eine echte, demokratische Lösung muss es Ziel sein, dass selbst meine Oma eine Chance hat die Werkzeuge zu verstehen und zu nutzen.
Mangel Nr.3: Dem Ganzen fehlt ein übergeordnetes Konzept. Als Einzelmaßnahmen sind sie nur Flickschusterei, die nicht wirklich weiter führen. Und für meine Oma ist das Ganze schlicht zu komplex und zu unübersichtlich.
Mangel Nr.4: Speziell das AdHocracy ist nichts anderes als die elektronische Umsetzung des Delegierten-Prinzips. Das Prinzip der politischen Delegation aber ist, wie das Konzept der Parteien, m.E. ein untaugliches Konzept, egal wie es umgesetzt wird.
4. Fragmentierung des bürgerlichen Lagers
Wie jede Partei ist auch die Piratenpartei bestrebt sich als Wahlalternative zu profilieren und möglichst viele Stimmen zu gewinnen. Und solange sie in den Parlamenten und Landtagen nicht die Notwendige Mehrheit findet (was höchst unwahrscheinlich ist, siehe auch "Warum es Parteien gibt und warum wir sie nicht mehr brauchen") wird sie darauf angewiesen sein, aus der Opposition heraus zu agieren.
Damit trägt sie aber lediglich zur Fragmentierung des Bürgerlichen Lagers bei, den wiederum andere Kräfte (Lobbies, Seilschaften) nutzen, um am demokratischen Prozess vorbei ihre Interessen durchzusetzen.
Donnerstag, 8. Dezember 2011
Von Einem, der Auszog die Welt zu retten 1
Liebes Blog,
vor einiger Zeit hatte ich eine Eingebung, eine echte Eingebung, wie ich die Welt retten könnte. OK, nicht die ganze Welt, und auch nur einen Aspekt der Gesamtprozesse, aber immerhin, etwas entscheidendes. Nach jahrzehntelanger Frustration über die Politik in unserem Land, die Parteien und das ganze System, hatte ich eine Idee, wie man es besser machen könnte. Es war zunächst nur ein simpler Gedanke, ein einfaches Prinzip, doch als ich im Geiste die Lösung weitersponn, wurde das Prinzip komplexer und gleichzeitig wurden mehr und mehr Probleme gelöst. Es wuchs, fast von allein, zu einem Konstrukt, das wirklich das Potential hat, die Sache deutlich besser zu machen.
Zusammen mit dem Wachstum des Konzepts wuchs in mir das Verlangen diese Idee in die Welt zu tragen. Und so setzte ich mich hin und erarbeitete in monatelanger Arbeit Papiere aus und entwickelt Software, um einerseits mir selbst zu beweisen, das es funktionieren würde und andererseits etwa in Händen zu halten, mit dem ich die Idee transportieren zu können.
Ich war so überzeugt von meiner Lösung, das ich dachte, dass meine lieben Mitbürger mir mein Werk aus den Händen reißen würden und mir als Retter der Welt huldigen würden.
Jetzt, nachdem ich die ersten enttäuschenden Erfahrungen gemacht habe, ist mir klar geworden, dass ich einen sehr, sehr weiten Weg vor mir habe, der möglicherweise auch noch im Nichts endet.
Aber schon jetzt habe ich auch sehr interessante Erlebnisse gehabt und Erkenntnisse gewonnen. Und die, so dachte ich mir, liebes Blog, will ich mit Dir teilen und nach und nach von meinen neuesten Erlebnissen und Erkenntnissen berichten.
Meinen ersten Erfahrungen nach werden wir wohl unter uns bleiben. Welch eine Ironie! Jetzt wo die modernen Medien jedem die Möglichkeit eröffnen auf einfachste Weise in Kontakt zu treten, hat man noch weniger Chancen gehört zu werden, weil diese Kommunikationsmittel mit Flachsinn verstopft sind und keiner wirklich weder an Inhalten noch an Qualität interessiert ist.
Lada Gaga, die nicht wirklich etwas mitzuteilen hat, hat 10 Millionen Follower! Aber schon die Smiths wussten: „The world won't listen“.
vor einiger Zeit hatte ich eine Eingebung, eine echte Eingebung, wie ich die Welt retten könnte. OK, nicht die ganze Welt, und auch nur einen Aspekt der Gesamtprozesse, aber immerhin, etwas entscheidendes. Nach jahrzehntelanger Frustration über die Politik in unserem Land, die Parteien und das ganze System, hatte ich eine Idee, wie man es besser machen könnte. Es war zunächst nur ein simpler Gedanke, ein einfaches Prinzip, doch als ich im Geiste die Lösung weitersponn, wurde das Prinzip komplexer und gleichzeitig wurden mehr und mehr Probleme gelöst. Es wuchs, fast von allein, zu einem Konstrukt, das wirklich das Potential hat, die Sache deutlich besser zu machen.
Zusammen mit dem Wachstum des Konzepts wuchs in mir das Verlangen diese Idee in die Welt zu tragen. Und so setzte ich mich hin und erarbeitete in monatelanger Arbeit Papiere aus und entwickelt Software, um einerseits mir selbst zu beweisen, das es funktionieren würde und andererseits etwa in Händen zu halten, mit dem ich die Idee transportieren zu können.
Ich war so überzeugt von meiner Lösung, das ich dachte, dass meine lieben Mitbürger mir mein Werk aus den Händen reißen würden und mir als Retter der Welt huldigen würden.
Jetzt, nachdem ich die ersten enttäuschenden Erfahrungen gemacht habe, ist mir klar geworden, dass ich einen sehr, sehr weiten Weg vor mir habe, der möglicherweise auch noch im Nichts endet.
Aber schon jetzt habe ich auch sehr interessante Erlebnisse gehabt und Erkenntnisse gewonnen. Und die, so dachte ich mir, liebes Blog, will ich mit Dir teilen und nach und nach von meinen neuesten Erlebnissen und Erkenntnissen berichten.
Meinen ersten Erfahrungen nach werden wir wohl unter uns bleiben. Welch eine Ironie! Jetzt wo die modernen Medien jedem die Möglichkeit eröffnen auf einfachste Weise in Kontakt zu treten, hat man noch weniger Chancen gehört zu werden, weil diese Kommunikationsmittel mit Flachsinn verstopft sind und keiner wirklich weder an Inhalten noch an Qualität interessiert ist.
Lada Gaga, die nicht wirklich etwas mitzuteilen hat, hat 10 Millionen Follower! Aber schon die Smiths wussten: „The world won't listen“.
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