Samstag, 18. August 2012
Burn-Out: eine Interpretation
Der eine hat Anfang des Jahrtausends eine verheißungsvolle Karriere begonnen, der andere wird seit Mitte der 90er von einer Krise zu anderen gehetzt.
Dem Einen wurde (wie all seinen anderen Kollegen) versprochen, dass er, wenn er sich nur genug anstrenge, eine steile Karriere absolvieren könnte. Nur, auf dem Weg nach oben verjüngt sich die Pyramide und nur ein Bruchteil aus den unteren Reihen schafft den Sprung in die nächste Etage. Und oft ist es nicht die Leistung, die denjenigen nach oben befördert, sondern Verbindungen oder der schiere Zufall.
Jetzt hat er jahrelang sein Hamsterrad auf Touren gehalten, aber langsam wird klar, dass Andere die ihm versprochene Karriere gemacht haben. Er hält inne und merkt, das ihm die Motivation abhanden gekommen ist, die ihn hat all diese Höchstleistungen erbringen lassen. Aber der Leistungsstandard ist gesetzt und er will ja eine möglicherweise letzte Chance nicht verpassen, doch noch aufzusteigen. Aber die mangelnde Motivation fordert seinen Preis. Fehler werden gemacht, Minderleistungen abgeliefert. Der Unmut über den Misserfolg, den die Chefs äußern, demotiviert weiter. Er versucht aber weiter zu stemmen, was er in diesem Zustand längst nicht mehr stemmen kann. Und so stellt sich Verschleiß ein, solange bis nichts mehr geht: Burn-Out.
Der Weg des Anderen verläuft ähnlich, doch seine Motivation ist die Angst. Angst, in der Hochleistungsgesellschaft ins Hintertreffen zu geraten, Angst, den Job zu verlieren. Doch die Zeiten sind schlecht. Eine Krise jagt die Nächste, Dot-Com-Blase, 9-11, der Chrash 2008, Euro-Krise. Die Hoffnung auf bessere Zeiten, die Hoffnung darauf, irgendwann mal das rettende Ufer zu erreichen, um dort dann einen Gang runter schalten zu können, erfüllt sich nicht. Und so gibt er der Erschöpfung nach, die schon seit langem in sich spürt: Burn-Out.
Wenn diese Interpretation richtig ist, dann ist Burn-Out nicht ein Problem des Einzelnen, sondern das Symptom für eine Leistungsgesellschaft, die ihre Grenzen längst überschritten hat und dabei ist, die strukturelle Integrität zu verlieren und zu zerfallen.
Und es sieht nicht danach aus, dass jemand in nächster Zeit auf Bremse tritt.
Montag, 6. August 2012
Schon wieder wurde am Bürger vorbei regiert!
Im Glauben die Bürger in ihrem Sinne zu vertreten haben die SPD und die CSU, in persona Ude und Seehofer, sich in ungewöhnlicher Eintracht dafür stark gemacht, dem Flughafen München-Erding zu einer dritten Startbahn zu verhelfen.
Um sich gegen den vorauszusehenden Widerstand gegen ein solches Projekt zu wappnen wollte man sich im Vorfeld per Volksentscheid die Legitimation dazu holen. Und um ganz sicher zu gehen befragte man nicht die Betroffenen (die Einwohner Erdings), sondern die Nutznießer (die Münchner).
Doch welch eine Überraschung: die Mehrheit (54%) der Münchner sahen keine Notwendigkeit für eine dritte Startbahn! (Siehe auch Schlappe für Seehofer und Ude (Zeit) )
Nach „Stuttgart 21“ hat wieder einmal die Politik mit seiner Einschätzung des Wählerwillens brachial daneben gelegen (siehe auch Bürgervotum zu Stuttgart 21: Triumph der Demokratie oder Bankrotterklärung des Parteiensystems?).
Abgesehen von dem Schaden, den die Agierenden sich selbst zugefügt haben wurde der Bürger in seinem Eindruck bestärkt nicht wirklich vertreten zu sein. Herr Seehofer aber, ganz CSU, verkündete dann alsbald, man werde trotzdem an der dritten Startbahn festhalten. Diesmal, im wahrsten Sinne des Wortes, offensichtlich am Bürger vorbei.
Sie denken jetzt, dass ist gutes Zeichen dafür, das Bürgerentscheide eine gute Sache sind? Das denke ich nicht! Auf diese Art und Weise Politik zu betreiben ist Flickschusterei. Besser wäre es doch, den Willen der Bürger von vorn herein zu ermitteln und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, oder nicht?
Um sich gegen den vorauszusehenden Widerstand gegen ein solches Projekt zu wappnen wollte man sich im Vorfeld per Volksentscheid die Legitimation dazu holen. Und um ganz sicher zu gehen befragte man nicht die Betroffenen (die Einwohner Erdings), sondern die Nutznießer (die Münchner).
Doch welch eine Überraschung: die Mehrheit (54%) der Münchner sahen keine Notwendigkeit für eine dritte Startbahn! (Siehe auch Schlappe für Seehofer und Ude (Zeit) )
Nach „Stuttgart 21“ hat wieder einmal die Politik mit seiner Einschätzung des Wählerwillens brachial daneben gelegen (siehe auch Bürgervotum zu Stuttgart 21: Triumph der Demokratie oder Bankrotterklärung des Parteiensystems?).
Abgesehen von dem Schaden, den die Agierenden sich selbst zugefügt haben wurde der Bürger in seinem Eindruck bestärkt nicht wirklich vertreten zu sein. Herr Seehofer aber, ganz CSU, verkündete dann alsbald, man werde trotzdem an der dritten Startbahn festhalten. Diesmal, im wahrsten Sinne des Wortes, offensichtlich am Bürger vorbei.
Sie denken jetzt, dass ist gutes Zeichen dafür, das Bürgerentscheide eine gute Sache sind? Das denke ich nicht! Auf diese Art und Weise Politik zu betreiben ist Flickschusterei. Besser wäre es doch, den Willen der Bürger von vorn herein zu ermitteln und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, oder nicht?
Mittwoch, 1. August 2012
Ich bin Bunt
Ich bin Schwarz, weil ich das Gute, was wir uns in diesem Land erarbeitet haben,
bewahren möchte.
Ich bin Grün, weil ich die Schönheit der Natur erhalten möchte und weil wir unsere Natur bewahren müssen, weil wir von ihr abhängig sind.
Ich bin Rot, weil Barmherzigkeit und Milde, Hilfe für die Schwachen, die Kranken und die Mittellosen unsere Gesellschaft erst menschlich macht.
Ich bin Gelb, weil die Freiheit eines der höchsten politischen Güter ist, für das lange gekämpft wurde, für das nicht wenige ihr Leben lassen mussten und ich unsere Freiheit bewahren will.
Und ich will endlich auch so wählen können.
Ich bin Grün, weil ich die Schönheit der Natur erhalten möchte und weil wir unsere Natur bewahren müssen, weil wir von ihr abhängig sind.
Ich bin Rot, weil Barmherzigkeit und Milde, Hilfe für die Schwachen, die Kranken und die Mittellosen unsere Gesellschaft erst menschlich macht.
Ich bin Gelb, weil die Freiheit eines der höchsten politischen Güter ist, für das lange gekämpft wurde, für das nicht wenige ihr Leben lassen mussten und ich unsere Freiheit bewahren will.
Und ich will endlich auch so wählen können.
Fragen zum EIPW: wer, was, wie
Weitere Fragen und die dazugehörigen Antworten zum EIPW:
- Wer entwickelt EIPW, aktuell und zukünftig?
Aktuell ich alleine (weil bisher sonst keiner mitmachen will), zukünftig die eipw.org (www.eipw.org) (sobald sich mitmacher finden)
- Auf welcher Basis wird entwickelt?
Die EIPW ist OpenSource, sie wird nach der Methode des "Test Driven Development" entwickelt. "Gibt es einen Änderungsprozess" ja, zum Einsatz kommt das QA-Navigation SLM.
- Wie kann EIPW betrieben werden?
Z.Zt. wird die EIPW auf einem zentralen Server betrieben. Sie ist vorbereitet, um auf mehrere Server verteilt zu werden.
- Ist EIPW an eine politische Struktur (Partei 21) gekoppelt, bzw. welche (Teil-)Elemente davon sind Vorraussetzung?
Das EIPW dient der Umsetzung der "Architektur einer Demokratie 2.0" (übrigens auch Open Source), kann aber auch (nach entsprechendem Re-Design) für andere Zwecke verwendet werden. Die "Architektur einer Demokratie 2.0" setzt auf ein Tool wie das EIPW, kann aber auch mit anderen Tools, die die Voraussetzungen leisten, betrieben werden.
- Kann auf Inhalte von EIPW von aussen eindeutig referenziert werden? (stabile URL)
Ja, löschen von Dokumenten ist nicht vorgesehen
- Kann in Dokumenten und Kommentaren leicht auf anderen Inhalte (intern und extern) verwiesen werden (WikiStruktur) Ja, mithilfe eines einfachen Web-Editors wie Blogs ihn verwenden
- Können Module zur Synchronisation mit anderen Werkzeugen bzw. Datenbanken angebunden werden?
Ja, das EIPW hat eine offene Architektur. Da es von Grund auf in Java entwickelt wurde, also nicht auf einem fremden Toolkit basiert, sind Eingriffe an jeder Stelle und zu jedem Zeitpunkt möglich.
- Wer entwickelt EIPW, aktuell und zukünftig?
Aktuell ich alleine (weil bisher sonst keiner mitmachen will), zukünftig die eipw.org (www.eipw.org) (sobald sich mitmacher finden)
- Auf welcher Basis wird entwickelt?
Die EIPW ist OpenSource, sie wird nach der Methode des "Test Driven Development" entwickelt. "Gibt es einen Änderungsprozess" ja, zum Einsatz kommt das QA-Navigation SLM.
- Wie kann EIPW betrieben werden?
Z.Zt. wird die EIPW auf einem zentralen Server betrieben. Sie ist vorbereitet, um auf mehrere Server verteilt zu werden.
- Ist EIPW an eine politische Struktur (Partei 21) gekoppelt, bzw. welche (Teil-)Elemente davon sind Vorraussetzung?
Das EIPW dient der Umsetzung der "Architektur einer Demokratie 2.0" (übrigens auch Open Source), kann aber auch (nach entsprechendem Re-Design) für andere Zwecke verwendet werden. Die "Architektur einer Demokratie 2.0" setzt auf ein Tool wie das EIPW, kann aber auch mit anderen Tools, die die Voraussetzungen leisten, betrieben werden.
- Kann auf Inhalte von EIPW von aussen eindeutig referenziert werden? (stabile URL)
Ja, löschen von Dokumenten ist nicht vorgesehen
- Kann in Dokumenten und Kommentaren leicht auf anderen Inhalte (intern und extern) verwiesen werden (WikiStruktur) Ja, mithilfe eines einfachen Web-Editors wie Blogs ihn verwenden
- Können Module zur Synchronisation mit anderen Werkzeugen bzw. Datenbanken angebunden werden?
Ja, das EIPW hat eine offene Architektur. Da es von Grund auf in Java entwickelt wurde, also nicht auf einem fremden Toolkit basiert, sind Eingriffe an jeder Stelle und zu jedem Zeitpunkt möglich.
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