Donnerstag, 9. September 2010

Herr Sarrazin dankt

Herr Sarrazin freut sich. Prima, toll gemacht! Er schreibt ein neues Buch, schreit ein paar provokante Thesen in die Welt und schon läuft die Maschinerie: die Kritiker heben mahnend den Zeigerfinger, was den Sympathisanten wiederum die Gelegenheit gibt ihren halb-intellektuellen Standpunkt in irgendwelche Mikrophone abzusondern, kurz, die Werbetrommel für das neueste Buch von Herrn Sarrazin wird gerührt.

Nun ist Herr Sarrazin kein Dummer. Er wäre durchaus in der Lage sich der Thematik differenziert zu nähern und vielleicht würden ihm ein paar schlaue Ideen einfallen, wie man die von ihm aufgezeigten Probleme lösen könnte. Aber das ist, offensichtlich, nicht sein Ziel. Er ist ein Zyniker, er kennt seine Wirkung und er macht sich gleichermaßen über Kritiker wie Befürworter lustig.

Für Herrn Sarrazin und Seinesgleichen gibt es nur eine angemessene Reaktion: einfach nicht beachten, nicht kommentieren und ihm damit die Plattform für seine Show entziehen.